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Human Solutions auf der CeBIT am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Human Solutions zeigt aktuellen Entwicklungsstand von Virtual Try-On auf der CeBIT 2004. Das Gemeinschaftsprojekt von Instituten und Unternehmen der Bekleidungsbranche wird in Halle 11, Stand D32 vorgestellt

27.02.2004

Human Solutions GmbH, Kaiserslautern, stellt als Projektkoordinator von Virtual Try-On das Gemeinschaftsprojekt auf der diesjährigen CeBIT vor: Vom 18. bis 24. März ist das Unternehmen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 11, Stand D32 vertreten.

Virtual Try-On im Überblick – Partner, Ziele, Vorgehensweise , Projektverlauf

Virtual Try-On gewinnt Wettbewerb Virtuelle und Erweiterte Realität

„Virtual Try-On" heißt das Gemeinschaftsprojekt, das die Human Solutions GmbH koordiniert und das zu den Siegern des Ideenwettbewerbs „Virtuelle und Erweiterte Realität“ gehört.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, startete den Wettbewerb im Februar 2000. Eine Gutachterjury wählte aus den 173 eingegangenen Ideen 15 zur weiteren Projektförderung aus, darunter Virtual Try-On. Träger des Wettbewerbs ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Die Aktion zur Virtuellen Realität soll Impulse geben, um kurz- und langfristig High-Tech-Arbeitsplätze in Deutschland zu schaffen.

Im Projekt Virtual Try-On entwickelt Human Solutions zusammen mit Partnern aus verschiedenen Fachrichtungen eine neue Technologie, die Maßkonfektion im Handel mit dem Potential des E-Commerce verbindet. Dafür arbeiten namhafte Institute und Unternehmen Hand in Hand: die Human Solutions GmbH, die Universität Tübingen, die Frauenhofer-Gesellschaft Darmstadt (Abteilung Animation und Bildkommunikation), die Universität Bonn, das Bekleidungsphysiologisches Institut Hohenstein e.V. (BPI), das Deutsches Forschungsinstitut für künstliche Intelligenz (Kaiserslautern), Cove & Co (Düsseldorf) und die Odermark Bekleidungswerke.

Neue Dimension in der individuellen Massenproduktion

Virtuelle Shops für Textilien und Bekleidung sind das Ziel des Vorhabens Virtual Try-On. Und das bedeutet: Eine lückenlose Prozesskette von der Virtualisierung des Kunden durch automatische Körpervermessung mit 3D-Laserscannern über die photorealistische dreidimensionale Darstellung des virtuellen Kunden im gewünschten Kleidungsstück bis hin zur Generierung von Daten, die die Maßanfertigung ermöglichen. Dazu kommt die Verbindung mit dem Internet: Die neue Technologie bietet die Chance, das wachsende Geschäftsfeld der individuellen Massenproduktion für die Bekleidungsbranche zu erschließen.

Die Aufgabe der Human Solutions GmbH in dieser Kette ist die Entwicklung neuer Methoden und Techniken, mit denen der Kunde virtualisiert und das Kleidungsstück visualisiert wird – so, wie der Kunde es wünscht und wie die Textilindustrie es umsetzen kann. Einsetzbar ist Virtual Try-On sowohl im Bekleidungsgeschäft vor Ort als auch beim Kunden zu Hause über das Internet.

Virtual Reality im realen Verkaufsraum

Im realen Einzelhandel steht der 3D-Bodyscanner, der die Körperfläche des Kunden erfasst. Ergebnis ist die so genannte "individuelle Figurine“. Sie bildet die Grundlage für die automatische Ermittlung der Körpermaße und die spätere Darstellung mit dem gewünschten Kleidungsstück. Die Verbindung der Kundenvorgaben (Modelltyp, Farbe, Ausstattung) mit den Körpermaßen stößt den virtuellen Konstruktionsvorgang an: Der Computer erstellt CAD-Modelle der gewünschten Bekleidung, mit denen die Figurine des Kunden eingekleidet wird – dreidimensional mit speziellen Simulationstechniken. Ansehen kann der Kunde das Ergebnis von allen Seiten auf einem neuartigen Display in Lebensgröße, dem "virtuellen Spiegel". Hier kann er Änderungen an Passform, Ausstattung und Farbe durchspielen und ausprobieren. Nach der Auswahl generiert der Computer den Auftrag für die Maßanfertigung und leitet ihn an die Produktionsstätte weiter.

Der virtuelle Shop im Internet

Die Daten aus dem Body-Scanner kann der Kunde auch für den Einkauf zu Hause nutzen: Die individuelle Figurine ist in einer Datenbank abgelegt und kann jederzeit über das Internet abgerufen werden. Der Kunde lädt seine Figurine und kann auf dem eigenen Computer Kleidungsstücke in 3D anprobieren. Die grafische Darstellung wird dabei seinen Rechner-Voraussetzungen angepasst. Ist er mit der Auswahl zufrieden, gibt der Kunde über das Internet seine Bestellung auf.

Virtual Try-On eröffnet neue Perspektiven

Von dieser neuen Technologie profitieren Kunden, Händler und Hersteller. Anders als beim bisherigen Kleiderkauf im Internet weiß der Kunde, dass das bestellte Produkt genau seinen Vorstellungen entspricht und ihm passt. Mühsames Anprobieren, mehrfaches Zurückschicken entfallen. Schließlich hat sich der Kunde selbst von allen Seiten im gewählten Kleidungsstück gesehen – ob zu Hause oder im Geschäft. Und anders als bei der Auswahl im Katalog bekommt der Kunde sogar einen Eindruck vom Material: Er bewegt seine individuelle Figurine und sieht dabei, wie der Stoff fällt – leichte Seide oder schwere Wolle.

Der Handel kennt und trifft durch Virtual Try-On die Bedürfnisse des Kunden genau: Fehlbestellungen und unnötige Lagerhaltung gehen erheblich zurück. Gezielte und individuelle Angebote ermöglichen zudem persönlichen Kundenkontakt und besseren Service.

Die Anfertigung auf Wunsch verhindert teure Fehlproduktionen – auch langfristig: Hersteller können durch die gewonnenen Kundendaten ihre Kollektionen optimal auf die tatsächlichen Bedürfnisse des Marktes abstimmen. Und das bedeutet Wettbewerbsvorteile und Kosteneinsparungen.

Das Shopping der Zukunft

Ein Szenario wie auf dem Holodeck der U.S.S. Enterprise: Sie gehen in eine Boutique, um einen Anzug zu kaufen. Doch statt in eine Umkleide-Kabine führt Sie der Verkäufer in einen Body-Scanner. Dort wird Maß genommen – und ab jetzt übernimmt das lästige Anprobieren Ihr digitaler Zwilling, die "individuelle Figurine". Sie sehen sich selbst in Lebensgröße und 3D vor sich und kleiden diese Figurine ein. Sitzt die Schulterpartie richtig? Sie drehen die Figurine, bewegen sie. Steht Ihnen eine kräftigere Farbe vielleicht besser? Auch das können Sie testen. Das Jackett eine Nummer größer? Probieren Sie es einfach aus. Wenn Sie den Anzug zu Ihrer Zufriedenheit verändert haben, geben Sie Ihre Bestellung auf. Und wenige Tage später trifft der maßgeschneiderte Anzug bei Ihnen ein.

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