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Neue Forschungsprojekte zu Körperformen und „virtuellem Altern“

04.08.2015

Die Human Solutions Gruppe hat zwei neue Forschungsprojekte gestartet, bei denen durch die virtuelle Simulation des Menschen neue Erkenntnisse über Körperformen sowie über Veränderungen des menschlichen Körpers im Alter gewonnen werden sollen.

„Für uns sind Forschung und Entwicklung zentraler Bestandteil unserer Firmenphilosophie“, sagt Dr. Andreas Seidl, geschäftsführender Gesellschafter der Human Solutions GmbH. „Wir möchten unser Know-how rund um die Ergonomie für die Industrie in möglichst vielen Bereichen nutzbar machen und so einen Beitrag dazu leisten, dass immer mehr Produkte weiter optimal auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten werden.“

Projekt: iMorph

Individuelle Ausprägungen von Körperformen bei Menschen (Morphotypen) wirken sich entscheidend auf die Passform von Bekleidung und den wirtschaftlichen Erfolg von Bekleidungsunternehmen aus. Morphotypen können heute nur von Experten durch visuelle Einzelbeurteilung ermittelt werden – das bringt mit sich, dass diese Urteile in der Regel nicht reproduzierbar sind. Ein einheitliches Klassifikationsschema existiert bislang nicht, sondern nur verschiedene Ansätze mit unterschiedlichen Bewertungskriterien.

Ziel des Projektes ist es, eine automatische morphologische Klassifikation für Individuen zu erstellen. Diese soll sich auf Fallbeispiele beziehen und in das internationale Körperdatenportal iSize integriert werden. Die Analysefunktionen in iSize zur Größentabellenentwicklung und -optimierung sowie zur Ermittlung der passenden Größe für Einzelpersonen werden dadurch erweitert. Die Passform von Bekleidung kann dann beispielsweise hinsichtlich der Körperform beurteilt und bei der Konfektionsgrößenempfehlung berücksichtigt werden. Die Erkenntnisse sollen zu einer wirtschaftlichen und marktrelevanten Kollektionsgestaltung in der Bekleidungsbranche beitragen.

iMorph ist ein ZIM-Kooperationsprojekt mit dem Zentrum für Management Research, Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF-MR) gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Projekt: Virtual Aging

Der menschliche Körper verändert sich mit zunehmendem Alter – und damit auch seine Leistungsfähigkeit. Im Forschungsprojekt „Virtual Aging“ soll eine Software zur Simulation altersbedingter Fähigkeitsänderungen und individueller Leistungseinschränkungen entwickelt werden, die für die virtuelle Planung von manuellen Arbeitsprozessen, etwa in der Automobilindustrie, sowie zur Produktgestaltung basierend auf digitalen Menschmodellen eingesetzt werden kann. Im Forschungsprojekt werden sowohl biomechanische Kenngrößen, wie Bewegungsbereiche und -geschwindigkeit, als auch sensorische Parameter, wie die optische Wahrnehmung berücksichtigt. Ziel der Projektteilnehmer ist der Aufbau von Software-Lösungen, welche über die Möglichkeiten existierender Werkzeuge deutlich hinausgehen.

Virtual Aging ist ein Kooperationsprojekt der Human Solutions GmbH mit der imk automotive GmbH und dem Lehrstuhl Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagment der Technischen Universität Chemitz im Rahmen von IKT 2020 gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.