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Texprocess 2011: Lösungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Bekleidungsindustrie

24.-27.05.2011 in Frankfurt

Die Frage nach den ethischen Geschäftspraktiken ist in der Bekleidungsindustrie nicht neu, und wenn dem westlichen Bekleidungskonsumenten etwas nicht richtig erscheint, äußern er sich dazu lautstark und die Medien überziehen das betreffende Unternehmen mit

negativer Berichterstattung und Marken können in den Ruin getrieben

werden. Ausbeutung, Kinderarbeit, Niedriglöhne, erzwungene Überstunden – diese Themen spricht heute fast jeder Exporteur an. Die Branche ist jetzt noch mit weiteren Herausforderungen konfrontiert. Heutzutage sind seitens des Unternehmens auch soziale Verantwortung, Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit oder Rückverfolgbarkeit von gefährlichen Substanzen gefordert, und zwar entlang der gesamten und komplexen globalen Lieferkette. Die Themen reichen von der Kinderzwangsarbeit auf den Baumwollfeldern Usbekistans über die erforderliche Wassermenge für das Färben von T-Shirts in verschiedenen Baumwollzusammensetzungen bis zum Methanausstoß von Schafen, der die Ozonschicht zerstört, oder die erzwungenen Überstunden in chinesischen Kleiderfabriken. Jeder Aspekt der

Lieferkette hat Konsequenzen im Hinblick auf die Akzeptanz eines Kleidungsstücks. Die Texprocess vom 24. bis 27. Mai 2011 in Frankfurt

am Main präsentiert neue Systeme und Technologien, um in der Textil- und Bekleidungsbranche mehr Nachhaltigkeit zu erreichen. Dem Verbraucher wird die ständig steigende Nachfrage nach Ressourcen immer deutlicher bewusst – ausgelöst durch die menschliche Überbevölkerung, die Auswirkung der modernen westlichen Lebensstile, die expandierende Industrialisierung und das enorme Ungleichgewicht zwischen Arm und Reich sowie durch weitere Faktoren, die zur einer weitreichenden Verschlechterung und Zerstörung der natürlichen Umwelt führen, von der letztlich alles Leben abhängt. Diese Sorge erstreckt sich auf alle Aspekte des Lebens, auch auf die Kaufentscheidungen der Endverbraucher. Ihnen ist wichtig, dass das

Prinzip der Nachhaltigkeit für das gekaufte Kleidungsstück und dessen Herstellung gilt, dass es also den Bedarf der jetzigen Generation erfüllt, ohne zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu verbauen, ihren eigenen Bedarf zu decken. Umweltschutz, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung müssen berücksichtigt werden. Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist sehr komplex, sowohl was die verwendeten Rohstoffe als auch die eingesetzten Techniken anbelangt. An jeder der sechs Stufen, die normalerweise für die Fertigung eines Kleidungsstücks benötigt werden, gibt es zahlreiche

und vielfältige negative Umweltauswirkungen. Spinnen, Weben und

Stoffproduktion beeinträchtigen die Luftqualität, verbrauchen viel Strom und erzeugen Lärm. Für das Färben und Drucken werden enorme Mengen an Wasser und Chemikalien benötigt, es können in der Luft und im Wasser viele flüchtige Stoffe freigesetzt werden, die besonders gesundheitsschädlich sind. Die Bekleidungsproduktion findet eher in Niedriglohnländern statt, wo Arbeitsethik möglicherweise noch fraglich ist und zweifellos der Überwachung bedarf. Wenn besonderes Augenmerk auf die textile Nachhaltigkeit gerichtet wird, können in der gesamten Wertschöpfungskette Kosten eingespart und Produktionsabläufe effizienter gestaltet werden. Diese

Preisvorteile können an die Kunden weitergeben werden; gleichzeitig

lassen sich die Auswirkungen der Textilproduktion auf Mensch und Umwelt verringern.

Fakten:

Fast 5 Prozent des gesamten Deponieaufkommens entfällt auf Textilabfälle.

Eine Million Tonnen Textilien landet pro Jahr auf der Müllhalde.

Nach Angaben der Weltbank ist die industrielle Frischwasserverschmutzung

zu 20 Prozent auf die Textilverarbeitung und das Textilfärben

zurückzuführen. 2009 wurden weltweit 11 Billionen Liter

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Texprocess

Frankfurt am Main, 24. bis 27. Mai 2011

Frischwasser für die Herstellung von 60 Mrd. Kilogramm Stoff verbraucht.

Es sind rund 2600 Liter Frischwasser nötig, um ein einziges

Baumwoll-T-Shirt zu produzieren. Eine Billion Kilowattstunden wird

Jahr für Jahr von der globalen Textilindustrie verbraucht, was

10 Prozent des gesamten weltweiten CO2-Ausstoßes entspricht.

Immer mehr Einkäufer in aller Welt fragen Waren und Produkte von

Lieferanten nach, bei denen Qualitätskontrollen durchgeführt, verbindliche

Normen beachtet und das Vorhandensein gefährlicher

Substanzen nachverfolgbar sein müssen, und zwar von den Rohstoffen

bis zur Auslieferung. Es gibt jede Menge Öko-Zertifizierungen

und Gesetzgebungen wie REACH. Für die entsprechende Überwachung

müssen Systeme und Steuerungen eingesetzt werden, z.B.

IT-Systeme, RFID und vieles mehr. Die Maschinen und Ausrüstungen

werden immer umweltfreundlicher, mit geringeren Lärmemissionen,

geringerem Energie- und Schmiermittelverbrauch.

Viel davon wird auf der brandneuen, im zweijährigen Turnus stattfindenden

Texprocess zu sehen sein, die von der Messe Frankfurt als

neue führende internationale Fachmesse für die Verarbeitung von

textilen und anderen flexiblen Materialien vorgestellt wird. Diese

Messe für die Bekleidungs- und Textilverarbeitungsindustrie findet

vom 24. bis 27. Mai 2011 in Frankfurt am Main zeitgleich zur Techtextil

statt, der internationale Fachmesse für technische Textilien und

Vliesstoffe. Die Texprocess wird die neuesten internationalen technischen

Innovationen in der Branche mit Produkten unterstützen, die

die gesamte Lieferkette abdecken – vom Entwurf über die Musterherstellung,

den Schnitt, die Konfektionierung und Veredelung bis

zur Logistik, EDV und zum technischen Zubehör.

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Texprocess

Frankfurt am Main, 24. bis 27. Mai 2011

Informationen zur Techtextil

Parallel zur Texprocess findet vom 24. bis 26. Mai 2011 die Techtextil, internationale Fachmesse

für Technische Textilien und Vliesstoffe, statt. Über 1.200 Aussteller aus 45 Ländern

bilden die weltweit zentrale Marketing- und Sourcingplattform für die Anwender und Hersteller

von technischen Textilien und Vliesstoffen mit ihren unbegrenzten technischen Anwendungsmöglichkeiten.

Ein umfangreiches Tagungsprogramm zeigt zudem die Innovationsstärken der

beteiligten Branchen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.techtextil.com

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt ist mit 424 Millionen Euro Umsatz und weltweit über 1.660

Mitarbeitern das größte deutsche Messeunternehmen. Der Konzern besitzt ein globales

Netz aus 28 Tochtergesellschaften, fünf Niederlassungen und 52 internationalen

Vertriebspartnern. Damit ist die Messe Frankfurt in mehr als 150 Ländern für ihre Kunden

präsent. An über 30 Standorten in der Welt finden Veranstaltungen "made by Messe

Frankfurt" statt. Im Jahr 2009 organisierte die Messe Frankfurt über 90 Messen, davon

mehr als die Hälfte im Ausland.

Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen derzeit zehn

Hallen und ein angeschlossenes Kongresszentrum. Das Unternehmen befindet sich in

öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land

Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

 Pressekontakt

Eva Fröhlich
Tel.: +49 (0)631 343 593 73
presse@human-solutions.com